Bassini - Das Kontrabass-Seminar für Schüler und Laien aller Leistungsstufen
Bassini - Das Kontrabass-Seminar für Schüler und Laien aller Leistungsstufen

Grußworte 2008

  • Ernst-Ullrich R. Neumann / Konstanze Sander,
    Landesmusikrat Brandenburg
  • Hans-Joachim Laesicke, Bürgermeister der Stadt Oranienburg
  • Prof. Stefan Adelmann, Professor für Kontrabass Bremen
  • MdL Dr. Gerd-Rüdiger Hoffmann
  • Kristin Jagusch, Landesmusikrat Brandenburg

Grußwort des Landesmusikrates Brandenburg
Präsident Ernst-Ullrich R. Neumann / Generalsekretärin Konstanze Sander

"Hör´ ich keinen Bass, scheiß´ ich auf die Melodie". Mit diesem - zugegeben - etwas derbem Diktum kennzeichnete Hanns Eisler die Bedeutung des vokalen und instrumentalen Bass´ in der Musik. Der Bass gibt der Musik Fundament und Tiefe und ist im Miteinander der Klangfarben genauso wichtig wie die anderen Stimmen. Dennoch ist der Mangel an Kontrabassisten unter den Musikstudenten beachtlich und viele Stellen in Orchestern sind unbesetzt. Umso wichtiger und bedeutender ist daher die Initiative des stellvertretenden Solobassisten im Konzerthausorchester Berlin, Markus Rex, und seiner Mitstreiter, nun schon zum dritten Mal ein Fortbildungsseminar für junge Kontrabass-Spieler durchzuführen. Wer sich mit diesem Instrument näher beschäftigt, wird relativ schnell seine vielfältigen klanglichen Möglichkeiten entdecken. Und er wird herausfinden, dass es auch eigens dafür geschriebene Musik gibt. Aber nicht nur das Können an diesem Instrument soll durch die Initiative "Bassini" verbessert werden, sondern es soll auch die Begegnung junger Menschen in der Musik gefördert werden. Miteinander spielen, aufeinander hören ist nicht nur ein musikalisches Prinzip, sondern es befördert auch die Grundlagen, miteinander zu leben. In diesem Sinne wünschen wir allen Teilnehmern an diesem Projekt Freude und Erfolg.

Grußwort des Bürgermeisters der Stadt Oranienburg
Hans-Joachim Laesicke

Liebe Freunde des Kontrabasses, dem Kontrabass ist meist das Schicksal beschieden, ebenso unauffällig wie aber auch unverzichtbare Säule jeden Orchesters und mancher Band zu sein. Manchmal aber wird er von virtuosen Meistern ihres Faches auf solistische Höhen gebracht, die das mitunter unterschätzte Instrument alle anderen überstrahlen lässt. Beeindruckende Beispiele dafür gibt es sowohl in der Klassik als auch im Jazz. Gute Gründe dafür, dass Kontrabass-Seminar "Bassini" 2008 ein drittes Mal zu veranstalten. Auch dieses Mal werden renommierte Musikpädagogen ihre ganze Liebe und ihr ganzes Können da ´rein setzen, begabten Musikschülern und erfahrenen Laienmusikern die großen Möglichkeiten des Kontrabasses näher zu bringen. Dies geschieht auch in diesem Jahr in den einladenden Räumen der Salus-Klinik Lindow, der mein Dank für die engagierte Unterstützung des Seminars gilt. Selbstverständlich freue ich mich als Bürgermeister der Stadt Oranienburg, in der sich erfreulich vielfältige und hochkarätige Pflanzen im Garten unserer Stadtkultur entwickelt haben, dass auch in diesem Jahr unsere Musikwerkstatt EDEN maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltung beiträgt. Dritter wichtiger Partner von "Bassini 2008" ist das brandenburgische Kulturministerium, durch dessen Unterstützung eine wichtige Nachwuchs- und Qualifizierungsarbeit von jungen Kontrabassisten gewährleistet wird. Es wäre mein Wunsch, dass dieses Kontrabass-Seminar auch künftig eine uneingeschränkte Förderung erfährt, um die Bedeutung und den guten Ruf, den "Bassini" inzwischen in der Fachwelt genießt, auch in Zukunft rechtfertigen zu können. Damit bleibt mir für dieses Jahr nur, den lehrenden und lernenden Seminarteilnehmern viel Erfolg und den Zuhörern viel Vergnügen zu wünschen. Mit herzlichen Grüßen.

Grußwort von Stefan Adelmann
Prof. für Kontrabass an der Hochschule für Künste Bremen / 2005 Berufung zur Professur an die Württembergische Musikhochschule Stuttgart / Solokontrabassist der Bayerischen Staatsphilharmonie Bamberg

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kontrabass-Seminars "Bassini 2008"
Bereits zum dritten Mal findet in den Räumlichkeiten der Salus-Klinik in Lindow ein Seminar für Schüler und Laien aller Leistungsstufen auf dem Kontrabass statt, eine Initiative, die der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen ebenso dient, wie der Weiterentwicklung von Laienmusikern. Die Vermittlung von Kontrabass-Technik und die Erarbeitung von Sololiteratur steht dabei im Focus der Aufmerksamkeit und wird verbunden mit Kammermusik und der Erarbeitung und Aufführung von Werken für ein "Kontrabass-Orchester". Eine solche Konzeption ist nicht neu und hat ihre nachhaltige Wirkung bereits hinreichend unter Beweis gestellt. Sie aber konsequent den Schülern von Musikschulen, also Anfängern und Fortgeschrittenen gleichermaßen anzubieten, ist der besondere Anspruch der Lindower "Bassini"-Kurse. Auch hier scheint das Konzept aufzugehen, denn erste Erfolge sind bereits sichtbar und vor allem: hörbar. Das ist umso wichtiger, als der Nachwuchs auf unserem Instrument noch immer zu wenig Förderung und Unterstützung erhält, manche Musikschulen überhaupt keinen Unterricht auf dem Kontrabass anbieten (können) oder aber nicht über ausreichend qualifizierte Pädagogen verfügen. Der Blick ins Ausland zeigt uns, dass wir in dieser Hinsicht Nachholbedarf haben und dringend aktiv werden müssen. Daher freue ich mich sehr, dass es Markus Rex immer wieder gelungen ist, hochkarätige und engagierte Pädagogen an "Bassini" zu binden und somit den unbedingten Qualitätsanspruch aufrecht zu erhalten. So wünsche ich auch dem Team 2008, Angelika Starke, Simone Heumann, Stephan Bauer, Robert Starke und dem Leiter des Seminars, Markus Rex, Erfolg und viel Freude an der Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern. Vor dem Hintergrund einer großen Tradition des Kontrabasses sowohl als Solo- und Kammermusikinstrument als auch in der Orchesterliteratur, ist "Bassini" ein hoffnungsvoller Ansatz für die Zukunft. In diesem Sinne wünsche ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des "Bassini"-Kurses 2008 viel Freude und gutes Gelingen in den Konzerten und Unterrichten, sowie immer waches Interesse und Neugierde bei der Entdeckung unseres großen und wunderbaren Instrumentes!

Grußwort von MdL Dr. Gerd-Rüdiger Hoffmann
Landtagsabgeordneter in Brandenburg, Mitglied des Vorstandes des Landesverbandes der Musikschulen Brandenburg e.V. (LVdM), Mitglied des Parlamentarischen Beirates der Stiftung für das Sorbische Volk und kulturpolitischer Sprecher und Sorben-(Wenden-)Beauftragter der Fraktion DIE LINKE.

Seit über zwanzig Jahren beschäftigt er sich außerdem wissenschaftlich mit interkultureller Philosophie und hat zahlreiche Publikationen dazu verfasst.

Kontrabass und "Bassini" - eine Rarität schafft sich eine Institution
Rede zur Eröffnung des 3. Kontrabass-Seminars "Bassini am 9. Mai 2008 in Lindow/Mark

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Rex, liebe Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer, in meiner Fraktion im Landtag Brandenburg bin ich nicht nur für Kulturpolitik zuständig, sondern auch der Minderheitenpolitische Sprecher. Da liegt es nahe, sich auch für die wenigen Menschen zuständig zu fühlen, die ein riesengroßes Instrument offensichtlich freiwillig schleppen, dafür aber in jedem Konzert ganz gleich in welcher Besetzung nicht zu übersehen und schon gar nicht zu überhören sind. Aber nicht für meine Fraktion spreche ich hier, sondern als Vertreter des Vorstandes des Landesverbandes der Musikschulen im Land Brandenburg. Aber auch in dieser Funktion muss es um Kulturpolitik gehen. Ich sage es sehr deutlich, das Tun auf diesem Gebiet kann sich eben nicht nur um Finanzierbarkeit oder Quote drehen. Neues und Kreatives, vielleicht nur zögernd angenommen, sind in der Regel immer eine Angelegenheit, die bei Minderheiten entsteht. Wer sich mit dem Kontrabass abgibt, gehört fast automatisch in die Kategorie Minderheit und kreativ. Allerdings müssen mindestens zwei Voraussetzungen erfüllt sein:
Die erste Voraussetzung ist, es muss den Akteuren selbst Freude bereiten. Durch Patrick Süskinds Stück "Der Kontrabass" wissen wir allerdings auch, dass Freude und Hass dicht beieinander liegen können. Die Liebe zur Musik und zum Instrument können nicht darüber hinweg täuschen, dass der Kontrabass seinen Spieler wahrscheinlich lebenslänglich behindert: menschlich und musikalisch im Orchester, verkehrstechnisch, gesellschaftlich und auch - wenigstens bei Süskind - sexuell. Zur Beruhigung kann man sagen, bei Süskind handelt es sich zwar um ein musikalisches Genie, aber um ein verbeamtetes musikalisches Genie. Trifft also hier nicht zu, weshalb hier die Freude wohl die Oberhand gewinnt. Die zweite Voraussetzung ist, man muss es können. Genauer, man muss es immer besser können, wenn es weiterhin den Musikerinnen und Musikern und den Zuhörern Spaß machen soll. Um das Lernen geht es also; und um das Wollen, noch mehr zu lernen. "Bassini" ist für Laien und Fortgeschrittene da. Hier wird Handwerk gelehrt. Dabei findet Unterricht bei unterschiedlichen Lehrern statt, was Experimentierfreude fördert und zugleich den kritischen Blick auf die eigene Leistung schärft. Außerdem motiviert es immer, wenn man unter Gleichgesinnten ist und sich austauschen kann. Wenn diese zwei Bedingungen - Freude und Können - zusammenfallen, dann haben wir es mit einer Rarität zu tun. Das Verdienst dieses Seminars ist es, dass sich diese Rarität mit "Bassini" eine Institution geschaffen hat. Dazu beglückwünsche ich Sie sehr herzlich. Lieber Herr Rex, das ist das dritte, aber garantiert nicht das letzte Seminar. Sie haben damit sicher auch sich selbst eine Freude bereitet, vor allem aber den Musikerinnen und Musikern, die sich hier eingefunden haben. Auch Dieter Uhlmann machen Sie mit Ihrer Arbeit eine große Freude. Und das freut mich nun wieder. Ich wünsche Ihnen schöne Tage in Lindow. Ich wünsche Ihnen, dass Sie viel Neues lernen und gute Gespräche mit Gleichgesinnten haben. Jetzt aber wünsche ich uns allen ein schönes Konzert. Ich bin gespannt und freue mich darauf.

Grußwort von Kristin Jagusch
Praktikantin, Landesmusikrat Brandenburg

"Pro Kontrabass" - Kontrabass-Seminar "Bassini" erfolgreich ins dritte Jahr gestartet
"Hör ich keinen Bass, scheiß´ ich auf die Melodie". So war es dem diesjährigen Grußwort des Landesmusikrates Brandenburg für das Kontrabass-Seminar "Bassini" zu entnehmen. Das von Markus Rex initiierte und geleitete Projekt, das Laien und Fortgeschrittene jeden Alters im Umgang mit dem Kontrabass schult, fand bereits zum dritten Mal in Kooperation mit der Salus-Klinik Lindow statt. Ebenda fand am 09.05.2008 um 19 Uhr das Eröffnungskonzert von "Bassini 2008" statt. Dort bewies Markus Rex, welch ungeahnter Facettenreichtum der Kontrabass nicht nur solistisch, sondern auch im Duett mit Klavier (Robert Starke) oder Chitarrone (Daniel Kurz) entfaltet. Gemeinsam gestalteten sie ein internationales Programm, das sowohl traditionelle Kontrabass-Literatur von Henry Eccles als auch das zuweilen grotesk anmutende Divertimento concertante von Nino Rota beinhaltete. Dementsprechend war der Tenor der offiziellen Vertreter fördernder Institutionen und Verbände des Seminars einstimmig: Die Unterstützung von "Bassini" muss finanziell und ideell weitergeführt werden, auch wenn das zuweilen "viel Schweiß und nur manchmal viel Applaus" bedeutet, wie Dr. Johannes Lindenmeyer, Direktor der Salus-Klinik Lindow, in seinem Grußwort betonte. Das zahlreich erschienene Publikum ließ sich das nicht zweimal sagen und spendete begeisterten Applaus, der mit mehreren Zugaben belohnt wurde.

Aktuelles

Bassinikurs 2018

05.04. bis 08.04.2018

Jetzt anmelden

 

Kinder-Bassini 2018

01.11. bis 04.11.2018